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Fallschirmsprungabzeichen

Abzeichen NVA

Fallschirmsprungabzeichen der NVA

Das Fallschirmsprungabzeichen der NVA wurde auf der Grundlage des Befehls Nr. 82/66 des Ministers für Nationale Verteidigung vom 22. 12. 1966, veröffentlicht im AMBl. Teil II Nr. 1/67 (D/7), eingeführt. Es dient zur äußeren Kennzeichnung der Leistungen und Erfahrungen der Fallschirmspringer in der NVA mit dem Ziel, sie in der Fallschirmausbildung anzuspornen. Es ist in einer Stufe zu verleihen und im Dienstausweis zu vermerken. Es ist gemäß DV-10/5 (Bekleidungsvorschrift der NVA, Abschnitt V, Ziffer 3.1.) auf der rechten Seite (über der Brusttasche) in der Reihenfolge nach dem Bestenabzeichen der NVA zu tragen. Die Verleihung des Fallschirmsprungabzeichens erfolgt entsprechend den Bestimmungen des Stellvertreters des Ministers für Ausbildung zum Befehl 82/66 des Ministers für Nationale Verteidigung vom 22.12. 1966, veröffentlicht im AMBl. Teil II Nr. 2/67 (D7).

Darin heißt es:

Das Fallschirmsprungabzeichen der NVA ist an Fallschirmspringer zu verleihen, die in ihrer politischen und militärischen Haltung und Führung vorbildlich sind, zehn Fallschirmsprünge in der Nationalen Volksarmee durchgeführt haben (Sprünge lt. Programm der Gefechtsausbildung, Berechnungs- und Erprobungssprünge), die Packberechnung für den Sprung- und Rettungsfallschirm abgelegt haben.

Vorschläge zur Verleihung sowie Aberkennung des Fallschirmsprungabzeichens der NVA für Soldaten und Unteroffiziere sind durch Kompaniechefs und Gleichgestellte an ihre unmittelbaren Vorgesetzten zur Bestätigung einzureichen. Vorschläge zur Verleihung sowie Aberkennung des Fallschirmsprungabzeichens der NVA an Offiziere sind durch die Offiziere des Fallschirmdienstes an den Kommandeur zur Bestätigung einzureichen. Die Verleihung sowie Aberkennung des Fallschirmsprungabzeichens der NVA hat durch Befehl zu erfolgen.

Das Fallschirmsprungabzeichen der NVA ist abzuerkennen bei groben Verstößen gegen die militärischen Disziplin und das Ansehen der Nationalen Volksarmee, Verstößen gegen die Sicherheit und schuldhaftem Verursachen von Unfällen beim Fallschirmspringen. Bei Aberkennung ist das Fallschirmsprungabzeichen der NVA einzuziehen. Die Eintragungen im Dienstausweis sind zu streichen.

Werden bei Besuchen von Militärdelegationen befreundeter Armeen an Fallschirmspringer der Nationalen Volksarmee Fallschirmsprungabzeichen dieser Armeen verliehen, so haben die Kommandeure bei ihren Vorschlägen für die Verleihung darauf zu achten, dass die auszuzeichnenden Fallschirmspringer die dafür gültigen Bedingungen erfüllt haben. Nach Verleihung ist das Fallschirmsprungabzeichen der befreundeten Armeen zu tragen. Bei notwendiger Aberkennung des Fallschirmsprungabzeichens der NVA ist auch das von befreundeten Armeen verliehene Abzeichen mit einzuziehen.

Bei der erstmaligen Verleihung des Fallschirmsprungabzeichens der NVA (Ende des Ausbil-dungsjahres 1966/67) sind den Fallschirmspringern, die lt. den Programmen der Gefechtsausbildung Fallschirmsprünge durchgeführt haben, die bisher in der Nationalen Volksarmee durchgeführten Sprünge anzurechnen. Im Weiteren erfolgt die Verleihung nach Erfüllung der Bedingungen.

Am Fallschirmsprungabzeichen der NVA werden Anhänger getragen, auf denen die Anzahl der vom Fallschirmspringer in der Nationalen Volks-armee geleisteten Sprünge sichtbar vermerkt ist. Die Anhänger werden ausgegeben nach der Durchführung des 15., 25., 30., 40., 50., 75., 100.,150., 200., 300., 500., 800., 1000., und 1500. Sprunges.

Die Bedingungen für den Erwerb des Fallschirmsprungabzeichens der NVA sind den Fallschirmspringern der Nationalen Volksarmee zu Beginn eines jeden Ausbildungsjahres bekannt zu geben.

(»Handbuch für Fallschirmjäger« /1. Auflage 1971)

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