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Atomwaffen heute

2020-11-23 14:56
von admin

Keine Bedrohung mehr?

Foto: www.pixabay.de / by WikiImages

Am 6. und 9. August 1945 warfen die US-Amerikaner zwei Atombomben über Japan ab. Zuerst über der Stadt Hiroshima drei Tage später über Nagasaki. Einhunderttausend Menschen starben sofort, bis Ende des Jahres 45 weitere 150.000 und in den Jahren danach viele Zehntausend an den Spätfolgen der nuklearen Explosionen. Auch wenn die offizielle US-amerikanische Geschichtsschreibung und deren weltweite Epigonen uns glauben machen wollen, dass der Einsatz der Massenvernichtungswaffen alternativlos war, denn es sollten dadurch US-amerikanische Verluste bei der Eroberung japanischen Kernlandes verhindert werden, wissen wir es besser. Japan war militärisch besiegt, der japanische Außenminister hatte bereits Anfang Juli den sowjetischen Außenminister gebeten, den Wunsch nach Friedenverhandlungen den Alliierten zu übermitteln. Nein, aus den militärischen Analysen des Kernwaffeneinsatzes geht hervor, dass es den Militärs darum ging, noch schnell, solange der Krieg noch währte, die Bomben im „realen Einsatz“ zu testen um eine Wirkungsanalyse erstellen zu können. Deswegen hatte man sich zwei Ziele in unterschiedlichen geografischen Verhältnissen herausgesucht und auch die Bomben unterschieden sich technologisch voneinander. Eine Versuchsanordnung, die mehr als eine Viertelmillion Opfer kostete, so etwas kann man mit Recht wohl ein Kriegsverbrechen nennen. Darüber hinaus sollten die toten Japaner auch den zukünftigen Feind erschrecken, denn, nach Churchill, hatte man ja das „falsche Schwein geschlachtet“. Was nun folgte waren 55 Jahre kalter Krieg mit einigen ziemlich heißen Phasen und etlichen Stellvertreterkriegen. Damit einher ging eine beispiellose Hochrüstung, die auch ein gewaltiges Arsenal an Kernwaffen mit sich brachte. Auf der Internetseite statista.com kann man dazu nachlesen: „Im Jahr 1950 besaßen die USA 369 Atombomben, die UdSSR verfügte zu dem Zeitpunkt lediglich über 5 Atomwaffen. In den Folgejahren rüsteten beide Staaten im Kalten Krieg massiv auf, was dazu führte, dass die Zahl der amerikanischen Nuklearwaffen im Jahr 1990 bei 21.211 lag, während die Sowjetunion ihr Arsenal auf 33.417 Stück aufgerüstet hatte.“ (siehe: B. Weidenbach vom 1.2.2020 unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/935948/umfrage/nuklearwaffenarsenale-der-usa-und-der-udssr/)
Jahrelang versuchten Politiker und Militärs beider Seiten Optionen zu finden Kernwaffen militärisch einsetzbar zu machen, will heißen, sie waren sich durchaus der Tatsache bewusst, dass ein Einsatz von dutzenden Kernwaffen eine existentielle Bedrohung für große Teile oder die gesamte Menschheit darstellen. Doch es war zu verlockend eine so mächtige Waffe zu haben um sie auch einsetzen zu können. So wurden bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts immer wieder neue Waffentypen entwickelt. Einige der skurrilsten waren sicher die sogenannten „Rucksackbomben“. Hierbei handelte es sich um Sprengsätze mit einer Sprengwirkung von 0,1 bis zu einer kt TNT-Äquivalent (mit diesem Wert wird die Sprengkraft von nuklearen Waffen angegeben, es bedeutet, das bei einer Sprengkraft von 1kt TNT eben so viel Energie freigesetzt wird wie bei der Explosion von eintausend Tonnen Trinitrotoluol. Um es vergleichbarer zu machen muss man wissen, dass o,8 kg TNT der Sprengkraft von 1 kg Dynamit entsprechen. Allerdings wird bei einer Kernexplosion nicht alle Energie in kinetische Energie umgewandelt. Über den Daumen könnte man rechnen, dass 1 kt TNT-Äquivalent der Explosionskraft eines mit 1000 Tonnen Dynamit beladenen Güterzuges entspricht. Über die anderen Auswirkungen einer nuklearen Explosion dann später.) Solche Kleinsprengkörper sollten dann als Atomminen in spezielle Sprengkammern in  bundesrepublikanischen Brücken verbracht werden um nach deren Zündung den Vormarsch der Truppen des Warschauer Vertrages zu stoppen. Diskutiert wurde auch, ob solche Sprengkörper, die weniger als 60 kg wogen, von US-Special Forces ins Hinterland des „Feindes“ gebracht und dann per Zeit- oder Fernzündung zur Explosion gebracht werden sollten.
Eine andere merkwürdige „Erfindung“ waren die sogenannten Neutronenwaffen. Bereits 1958 hatte ein US-Physiker die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen aber erst unter Reagan wurden sie ab 1981 gebaut. Ungefähr 700 solcher Bomben sollen hergestellt worden sein. Die Idee dahinter war mit einer relativ kleinen Initialsprengladung (primärer Fissionssprengsatz) eine kleine Menge Plutonium zu einer Kernspaltung zu bringen und damit wiederum Deuterium-Tritium-Gas zu einer Kernfusion zu veranlassen. Die unmittelbare kinetische Sprengwirkung sollte sehr gering gehalten werden dafür aber die Emission von Neutronen (typisch für die Kernfusion) stark erhöht werden. Davon erhoffte man sich bei minimalen Zerstörungen eine große Wirkung gegen biologische Ziele durch die Strahlung zu erreichen. Oder Kurz gesagt, während die Menschen sterben bleiben die Fabriken stehen. So ganz ist die Gleichung aber nicht aufgegangen, denn auch bei einer Neutronenwaffe wurden 30 bis 35 Prozent der freigesetzten Energie als kinetische Energie freigesetzt und auch die Zerstörungskraft der freigesetzten Neutronen gegenüber dem Menschen „erfüllte“ wohl nicht die Wünsche der Militärs. So wurden in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wohl alle Neutronenwaffen delaboriert.
Doch neben der unmittelbaren, riesigen Druckwelle (kinetische Energie) setzen Kernwaffen noch andere tödliche und zerstörerische Komponenten frei. Die bekannteste ist wohl die Strahlung. Genauer gesagt werden bei Kernspaltung als auch bei der Kernfusion (Wasserstoffbombe) eine Vielzahl schneller Teilchen imitiert, die umgangssprachlich als Kernstrahlung bekannt sind. Diese Strahlung „vergiftet“ biologische Organismen, weil sie die zur Lebenserhaltung notwendigen biochemischen Prozesse be- oder verhindert. Je nach empfangener Dosis sogenannter harter Strahlen stirbt man früher oder später an den direkten oder sekundären Folgen der Strahlen. Das Sterben kann sich da schon mal über qualvolle Monate und Jahre hinziehen. Darüber hinaus greift es das Erbgut an (DNS), so dass es auch Folgen für die nachfolgenden Generationen haben kann.
Unmittelbar, wie die Druckwelle, wirkt die Wärmestrahlung. In der unmittelbaren Umgebung, wobei unmittelbar von der Größe und Art der Nuklearexplosion abhängt, wird schlagartig soviel Wärmeenergie frei, dass anorganisches und erst recht organisches Material regelrecht verdampft. Man kann sich im Internet Bilder von Hiroshima und Nagasaki nach den Abwürfen der Kernwaffen ansehen. Viele Gebäude sind nicht nur zerstört oder pulverisiert sondern regelrecht verdampft. Und man kann auf einigen noch stehenden Wänden die Schatten jener Menschen erkennen, die bei der Explosion davor gestanden haben. Mehr als ein dunkler Umriss ist von ihnen nicht geblieben. Auch das hat die Bestimmung der Opferzahl so schwierig gemacht, weil von Dutzenden, Hunderten oder Tausenden Menschen nichts mehr übrig blieb.
Noch eine Komponenten kommt hinzu. Sie ist heute bemerkenswerter als vor 75 Jahren. Bei der Auslösung einer Kernwaffe entsteht ein recht großer elektromagnetischer Impuls. Das hört sich zunächst harmlos an und bereitete jahrelang nur den Militärs Sorgen, denn ihre Kommunikation brach zusammen. Heute würde so ein Impuls im Umkreis (wieder Abhängig von Art und Größe der Explosion) von einigen hundert Metern bis zu einigen Dutzend Kilometern alle elektrischen und elektronischen Geräte, die nicht wie beim Militär entsprechend abgeschirmt sind, zerstören oder lange Zeit funktionsunfähig machen. Rien ne va plus, nichts ginge mehr, kein Telefon, kein Aufzug, kein Verkehrssteuerung, kein medizinisches Equipment usw. Notstromaggregate sind keine Lösung, die Geräte selbst werden geschädigt!
Und noch etwas kann passieren. Das Stockholmer Institut für internationale Friedensforschung, besser bekannt unter seinem Kürzel SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute) forschte seit den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht nur an den unmittelbaren sondern auch an den möglichen Langzeitfolgen eines Kernwaffenkrieges. Bereits Anfang der 70er Jahre wurde erste, noch hypothetische Ergebnisse vorgelegt. Auch sowjetische und US-Forscher widmeten sich dieser Frage. Alle kamen in etwa zum gleichen Ergebnis. Kurz zusammengefasst kann man folgendes sagen: durch die gewaltigen Explosionen werden riesige Mengen von Staub und Dreck in die Atmosphäre geschleudert, die zudem auch noch ionisiert sind. Sie verbreiten sich über die Höhenströmungen über den Erdball und sorgen dafür, dass weniger Wärme und weniger Licht auf der Erdoberfläche ankommen, über Jahre, vielleicht Jahrzehnte. Leben wird an vielen Stellen der Erde nicht mehr möglich sein.
Vielleicht waren es diese Studien, vielleicht doch Reste menschlicher Vernunft, die es ermöglichten ab den 60er Jahren eine Reihe von Verträgen abzuschließen, die die Weiterverbreitung von Atomwaffen verschiedener Art verhindern bzw. dann später, ihre Zahl begrenzen sollte. Zuerst stellte man die Tests ein, dann beschränkte man die Waffen und schließlich kam es auch zu einer Verringerung. SALT-, START- und andere Verträge wurden geschlossen und bis vor einiger Zeit, auch immer wieder verlängert.
Nach den Konterrevolutionären Ereignissen der Jahre 1989/90, dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers und der Sowjetunion ging das noch eine Weile so weiter. Die noch mit den sozialistischen Politikern und Militärs behielten ihre Gültigkeit. Ganze Waffenarten, wie Atomminen, Atomgranaten, die von der Artillerie verschossen werden können und auch die so heftig bekämpften Mittelstreckenraketen in West und Ost verschwanden aus Mitteleuropa. Der Westen nutzte die frei gewordenen Mittel um Kriege zu führen, die er sich bis jetzt nicht getraut hatte und den Rest der Sowjetunion, jetzt Russland, wollte man ökonomisch bedeutungslos machen. Man meinte nun nach gusto die Welt nach seinem Bilde umgestalten zu können. America first und seine Epigonen im Schlepptau. Der Plan ging nicht auf. Westeuropa fing an sich partiell von seinen US-Verbündeten zu lösen um eigene imperiale Ziele zu verfolgen, Russland ging nicht in die Knie sondern wurde wieder zu einem beachtenswerten Faktor in der Welt und, die hatte man jahrelang übersehen, China marschierte in Richtung stärkster Volkswirtschaft der Welt. Zeit sich des Atomknüppels zu besinnen.

Zuerst begann man Russland, wie schon in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts einzukreisen. Die NATO rückte weiter an die russischen Grenzen denn je, Dank der nationalistischen Helferlein im Baltikum, in Polen und der Ukraine und im Südosten Europas. Russland verstärkte seine Landesverteidigung machte aber auch gleichzeitig Vorschläge zur weltweiten Abrüstung. Schon 2007 erklärte Präsident Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz sich an alle vereinbarten Verträge auch weiter halten zu wollen und plädierte für eine weltweite nukleare und konventionelle Abrüstung, zwei Jahre bevor ein US-Präsident etwas ähnliches erwähnte, nix dafür tat und den Friedensnobelpreis erhielt.
Mit Russland wurde anders verfahren. Man beschuldigte es ständig gegen die Verträge zu verstoßen, deklarierte die russischen Bemühungen militärische Konflikte auf der Welt zu entschärfen in aggressive russische Bestrebungen um und ließ keine Gelegenheit aus Russland zu provozieren. 2016 erklärten die USA dann wieder einen atomaren Erstschlag führen zu wollen, wenn es denn nötig sei. Trump löste Obama erst im folgenden Jahr als Präsident ab. Ein Vertrag nach dem anderen lief aus und wurde nicht verlängert. Erst jüngst jener INF-Vertrag, ursprünglich 1987 beschlossen, der die USA und die Sowjetunion(später Russland) verpflichtete die Mittelstreckenraketen zu verschrotten. Alle russischen Bestrebungen die Verträge zu verlängern stoßen bei der NATO und jenem Präsidenten, den ja russische Trolle ins Amt gehievt haben sollen, ins Leere.
Nun sind aktuell noch rund 13500 Nuklearsprengköpfe auf beiden Seiten vorhanden. Vieles Altes wurde „verschrottet“ also delaboriert. Doch die Modernisierungsprogramme laufen schon seit zwanzig Jahren. Alte Kernwaffen verrotten. Das strahlende Material muss ständig gekühlt werden und die elektronischen Bauelemente gewartet. Außerdem kann man die neuen Waffen sicherer in der Handhabung und zielgenauer in der Wirkung machen. Aber das alles kostet ein Heidengeld. Also braucht man einen Bösewicht oder mehrere um die Ausgaben vor der eigenen Bevölkerung zu rechtfertigen. Und es juckt noch immer im Finger den atomaren Anzug auch zu betätigen.

Hier kommen dann auch wir, also wir Deutschen ins Spiel. Schließlich hat man sich, nachdem die US-Amerikaner Ende der 50er Jahre nicht bereit waren den Westdeutschen eigene Atomwaffen zu geben, auf die etwas schwammige Formel der „atomaren Teilhabe“ geeinigt. Im Klartext hieß und heißt das: Auf Bundewehr-Fliegerhorsten gab und gibt es Bunkeranlagen in denen Atombomben gelagert werden, die im sogenannten Einsatzfall von den US-Militärs dann unter bereitstehende deutsche Jagdbomber gehängt werden und von deutschen Piloten mit deutschen Flugzeugen zu russischen Zielorten gebracht werden sollen um dort Tod und Zerstörung zu bringen. Zu diesem Zweck mußte schon aus dem ursprünglich als Jagdflugzeug konzipiertem F-104 „Starfighter“ ein deutscher, Atomwaffen tragen könnender F-104G, für Germany werden, der dann reihenweise vom deutschen Himmel fiel. Die nächste Generation Atombomber, der „Tornado“, bekam den Spitznamen Ural-Bomber. Da weiß man was man hat.
Nun haben die „Tornados“ der Luftwaffe bald ihre Grenznutzungsdauer erreicht. Der moderne Eurofighter ist als Atombomber ziemlich ungeeignet. Nun könnte Deutschland 2020 ja sagen wir brauchen so etwas nicht mehr. Soweit geht aber deutsche Friedensliebe, zumindest unter verantwortlichen Politikern nicht und so soll auf Vorschlag der Bundesverteidigungsministerin ein US-Jagdbombenflugzeug vom Typ F-18 beschafft werden um die „Fähigkeitslücke“, die sich bei der atomaren Teilhabe auftun würde, zu schließen. Die Bomben sind noch da.
Am Rand des kleinen Eifelortes Büchel liegt etwa einen Kilometer außerhalb der Luftwaffenstützpunkt des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 (TaktLwG 33). Bis 2013 hieß es noch Jagdbombengeschwader 33. Hier ist der letzte deutsche Standort für US-Atombomben, die von deutschen Flugzeugen aus eingesetzt werden können. Ottfried Nassauer, ein deutscher Theologe, Journalist und Friedensforscher, der ein exzellenter Kenner der Atomwaffenentwicklungen und Stationierungen war schrieb vor einigen Jahren dazu folgendes: Die USA lagern einen Teil ihrer einsatzbereiten Atomwaffen auch heute noch vorgeschoben in Europa. Nach Schätzungen von Experten handelt es sich um 150-200 nukleare Bomben der Typen B-61-3 und B-61-4. Ein hoher Beamter des US-Verteidigungsministeriums sagte 2009 bei der NATO, es gehe um etwa 180 Waffen. Diese Atombomben sind für Aufgaben im Rahmen der NATO vorgesehen und können von Jagdbombern der USA sowie einiger europäischer Länder eingesetzt werden, die sich an der nuklearen Teilhabe der NATO beteiligen. Bei diesen Ländern handelt es sich um Belgien, Deutschland, die Niederlande, Italien und die Türkei. Die Bomben vom Typ B-61 verfügen über relativ moderne Sicherungssysteme und eine variable, einstellbare Sprengkraft 0.3 bis zu 50 Kilotonnen (Mod. 4) bzw. bis zu 170 Kilotonnen (Mod. 3). Letzteres entspricht mehr als der 13-fachen Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe.“ (Ottfried Nassauer, US-Atomwaffen in Deutschland und Europa, Berlin 2017) Jene erwähnte B-61 Bomben lagern auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel, wahrscheinlich zwanzig davon. Die B-61 soll also unter die F-18 gehängt werden, wenn es nach dem Willen der aktuellen Politik geht. Bis 2025 wird die Bombe durch die Modernisierung auf den Standard B-62-12 im Einsatz gehalten. Insgesamt sollen fast 500 der ursprünglich über 700 produzierten B-61 auf diesen Standard umgerüstet worden sein.
Ich finde den Gedanken, das Atombomben mit deutschen Flugzeugen abgeworfen werden sollen völlig unerträglich. Unsere führenden Politiker wohl nicht. Mehrfach hätte es die Möglichkeit gegeben aus der „nuklearen Teilhabe“ auszusteigen, heimlich still und leise. Man hätte auf modernisierte Bomben verzichten können, man hätte auf die Beschaffung eines neuen Atomwaffenträgers verzichten können… Aber es gibt auch keinen oder nur wenig Druck auf die Politik. Atomwaffen sind wohl etwas aus dem Blick geraten. Gerade mal ein paar Dutzend Demonstranten finden sich in Büchel ein, wenn gegen die „deutschen Atombomben“ protestiert werden soll. Als es gegen die Mittelstreckenraketen ging waren es Hunderttausende. Dabei ist die Gefahr heute nicht kleiner. Ein deutscher Atombombenstandort ist auch immer ein Ziel. Also Menschen empört Euch! Weg mit den Atombomben aus der Bundesrepublik! Keine neuen Atombomber für die Luftwaffe!

Uli Jeschke
(In memoriam Ottfried Nassauer, der vor wenigen Wochen mit nur 64 Jahren gestorben ist. Wir waren nicht immer einer Meinung aber auf sein Expertenwissen konnte man sich verlassen. Er wird fehlen im Kampf gegen die Nuklearwaffen)

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