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80 Jahre Überfall auf die UdSSR

2021-07-02 13:59
von Admin

22. Juni - Tag der Erinnerung, der Trauer und der Mahnung

In der Nacht vom 21. Juni zum 22. Juni und an diesem Tag fanden die Ehrungen für die

27 Millionen Menschen der Völker der UdSSR, die im grausamsten, blutigsten Krieg ihr Leben verloren.

 

Im Morgengrauen des 22. Juni überfiel das faschistische Deutschland, hinterrücks und wortbrüchig ohne Kriegserklärung die Sowjetunion. Am gleichen Tag erklärten Italien und Rumänien, am 23. Juni die Slowakei, am 26. Juni Finnland und am 27. Juni Ungarn der UdSSR den Krieg.

Dieses Datum wird für immer im Gedächtnis der Völker der ehemaligen Sowjetunion haften bleiben und auch wir, als ehemalige Waffenbrüder im Warschauer Vertrag, sollten und werden dieses Datum in unserem Gedächtnis bewahren.

In dieser Nacht und an diesem Tag gedachten Kameraden der KS Berlin des FJTVO e. V. gemeinsam mit Angehörigen von „Desant eV. und des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e. V. sowie weiteren Vertretern von Verbänden und Organisationen derer, die von den Schlachtfeldern des Großen Vaterländischen Krieges nicht mehr zurückkehrten, der Soldaten der Roten Armee, derer, die in Gefangenschaft gerieten und in den Konzentrationslagern verhungerten, gefoltert und ermordet wurden, derjenigen, welche die Schrecken und die Hungersnöte der Belagerung von Leningrad, Stalingrad, Kursk, Kiew, Charkow und Orjol überlebten.

Wir gedachten der Mütter und Frauen, der alten Männer und Kinder, die in den Fabriken im Hinterland die Waffen des Sieges schmiedeten.

Trotz schwerster Prüfungen, Hunger, Schrecken des Todes von Söhnen, Müttern und Vätern haben die Völker der Sowjetunion nicht kapituliert, sie haben nicht nur den Feind zerschlagen und besiegt, sondern auch ihr Land neu aufgebaut.

Wir waren gekommen, um uns gemeinsam mit dem Botschafter Russlands in der Bundesrepublik Deutschland Herrn Sergei Jurjewitsch Netschajew und weiteren Vertretern der Botschaft Russlands und ehemaliger Republiken der UdSSR vor denen zu verneigen, die ihr Leben für unsere gemeinsame Freiheit gegeben haben.

Auch heute nach 80 Jahren muss uns bewusst sein, wie zerbrechlich unsere heutige Welt ist und wie wichtig es ist, den Frieden und die Erinnerung an diese Helden für zukünftige Generationen zu bewahren.

Ich möchte meinen Bericht mit Worten beenden, die von einem deutschen Staatsmann, der nicht in der Traditionsline, wie Scharnhorst, Blücher, Gneisenau oder Clausewitz steht, aber dessen Worte eine Warnung an jene sein sollen, die schon wieder mit dem Säbel rasseln, Otto von Bismarck.

Er hat gesagt: “Führe niemals Krieg an zwei Fronten und niemals gegen Russland!“

Wolfgang Schröder, Berlin, 22.06.2021

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