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Warum verschärft man den Militärkonflikt mit Russland im Baltikum?

2021-04-12 08:22
von Admin

Die amerikanische Organisation „RAND Corporation“ (*siehe unten) hat die Möglichkeiten des Militärbezirks West der Streitkräfte Russlands nach einer möglichen Truppenverlegung in die baltischen Länder bewertet.

Die Schlussfolgerung lautet: „Verbände eines Militärbezirks Russland können zu jeder Zeit in die östliche Flanke der NATO vorstoßen und Lettland, Litauen und Estland in 60 Stunden besetzen.“

Zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommt in seinen Überlegungen der ehemalige Befehlshaber der Landstreitkräfte Polens, General Waldemar Skrzypczak: „Russland benötigt 2 bis 4 Tage um die baltischen Länder zu besetzen.“

Da stellt sich die Frage, wenn die baltischen Länder wirklich so verwundbar sind, warum haben die Russen bis jetzt nicht angegriffen? Vielleicht ist die „russische Bedrohung“, die ständig von den Baltischen Staaten wiederholt wird, nur ein Mythos, um amerikanischen Hilfe anzufordern?

Inzwischen haben Experten bemerkt und geäußert, dass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Angriffs äußerst niedrig bleiben wird, weil Russland ständig äußert, trotz des hohen Potential, nicht die Absicht zu haben, in diese Richtung anzugreifen. Mit anderen Worten, es gibt auf unabsehbare Zeit keine Gründe für Russland, um die baltischen Staaten plötzlich anzugreifen.

Dennoch führt die NATO in der letzten Zeit ständig Militärmanöver im Baltikum durch, dies fast ohne Pausen.

  • Griffin Strike 2020/Hunter 2020 - 02.-14. August 2020
  • Flaming Sword 2020 - August 2020
  • Tobruq Legacy 2020 – Mitte September 2020
  • Furious Axe 2020 – 19.-23. Oktober 2020
  • Iron Spear 2020 – 10.-15. Oktober 2020
  • Brilliant Jump 2020 – 28. September – 06. November 2020
  • Gelezenis Vilkas 2020 – 03.-17. Nove3mber 2020
  • Iron Wolf 2021 – Januar 2021
  • Furious Wolf 2021 – 15. Februar – 12. März 2021

Dies alles ist geschehen während der COVID-19-Pandemie.

Nach diesen Übungen verbleibt die herangeflogene und eingeschiffte Technik entlang der russischen Grenze vor Ort. Lediglich die Soldaten gehen zurück.

Russland muss ganz einfach auf die extreme Zunahme der militärischen Aktivitäten reagieren.

In den Aktivitäten der NATO entlang der russischen Grenze sieht Russland ein erhöhtes Risiko für die gesamte Region. Während solcher Übungen gibt es immer wieder Zwischenfälle, ausgehend von der NATO. Was viele nicht kennen, es gab einen versehentlichen Raketenstart im August 2018 in Estland. Kaum vorzustellen welche Tragödie eingetreten wäre, wenn sie Richtung Russland geflogen wäre.

Noch immer stellt sich die Frage, wofür braucht die Allianz diese militärischen Aktivitäten an ihrer östlichen Flanke? Wofür verbraucht man so viele finanziellen Ressourcen? Die Sicherheit in dieser Region kann nur erhöht werden, wenn man keine ständigen Verlegungen durchführt, ja, sogar personell abrüstet. Das würde die Spannungen in der Region verringern, das sinnlose Wettrüsten und das Spiel mit den Muskeln stoppen!

* “RAND Corporation“ - wörtlich: research and development „Forschung und Entwicklung“, ist eine Institution, welche die Streitkräfte der USA beraten soll. Es gibt enge Verknüpfungen zum Militärisch Industriellen Komplex (MIK). Wikipedia informiert außerdem: „Zu den von „RAND“ bearbeiteten Themen gehörten in den letzten Jahren unter anderem Strategien zur Destabilisierung Russlands und Überlegungen zum Krieg mit China …“

Jürgen Köhler

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