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Presseerklärung des Vorstandes des FJTVO e.V.

2016-05-11 07:08
von thomas

Seinen Beitrag auf bild.de widmete der Journalist Peter Tiede dem neu veröffentlichten Buch des Autors Boris Reitschuster mit dem Titel „Putins verdeckter Krieg“.

Darin unterstellt Herr Reitschuster verschiedenen Verbänden, u.a. auch dem Fallschirmjäger-Traditionsverband Ost der Nationalen Volksarmee, eine Vernetzung mit den in unserem Lande existierenden „Systema“-Kampfsportschulen. Das entspricht nicht der Wahrheit.

 

Herr Tiede begnügt sich aber nicht mit dem Zitat dieser unbewiesenen Aussage. Er verstieg sich schließlich zu der Behauptung, dass dem „... Fallschirmjäger-Verein eine enge Verbindung zur Organisierten Kriminalität ... „ in Geheimdienst- und Polizeiunterlagen zugeschrieben wird. Auch er bleibt in seinem Beitrag jeglichen Beweis schuldig.

 

Der Fallschirmjäger-Traditionsverband Ost e.V., dem ehemalige Fallschirmjäger der Nationalen Volksarmee der DDR, anderer fallschirmspringender Einheiten der bewaffneten Organe der DDR sowie Sympathisanten angehören, verwahrt sich gegen diese verleumderischen Unterstellungen im bild.de-Artikel wie auch gegen die im Buch von Boris Reitschuster abgegebene Behauptung.

 Wir erklären in aller Deutlichkeit, dass wir gemäß unserer Satzung auf dem Boden des Grundgesetzes stehen und auch in den 24 Jahren unseres Bestehens immer gestanden haben.

 

Dieser Beitrag auf bild.de ist ein erneuter Ausdruck für eine distanz- und kritiklose Wiedergabe von Spekulationen, Mutmaßungen und Schätzungen von selbsternannten Experten und öffentlichen Behörden, die, wie die jüngste Vergangenheit zeigt, nicht mehr unverdächtig sind, selbst gegen geltendes Recht zu verstoßen.

Herr Tiede rückt mit diesen falschen Anschuldigungen selbst in die Nähe der Verletzung der Artikel 1 bis 19 des Grundgesetzes der BRD, von Strafrechtsnormen und des verbindlichen Pressekodex. Im Rausch von Sensationshascherei pfeift Herr Tiede auf anerkannte journalistische Grundsätze, wie Objektivität, Wahrhaftigkeit, Vollständigkeit und eigene Recherche. Es wurde nicht eigenständig überprüft, es wurde nicht nachgefragt und es erfolgte keine Kontrolle des Wahrheitsgehaltes. Die bloße Bezugnahme auf geheimdienstliche – und Polizeiberichte entspricht nicht der Verpflichtung zur Sachlichkeit, wie sie der Pressekodex ausdrücklich verlangt. Es scheint gegenwärtig in Mode gekommen zu sein, die antirussische Karte zu ziehen und dabei gleich noch ein paar Organisationen zu diffamieren, denen die freundschaftlichen Beziehungen zu ihren ehemaligen Waffenbrüdern, mit denen sie Seite an Seite um die Erhaltung des Friedens gerungen haben, heute noch wichtig sind.

Fakt ist aber, dass es bisher weder Ermittlungen, ja nicht einmal Anhörungen zu den hier vorgebrachten Anschuldigungen gab. Was sollen das also für angebliche Berichte sein?

 

Der Vorstand des Fallschirmjäger-Traditionsverbandes Ost e.V. hat beide Autoren schriftlich aufgefordert, die Anschuldigen zu belegen oder eine entsprechende Gegendarstellung zu veröffentlichen. Gleichzeitig hat der Vorstand eine schriftliche Anfrage an das Bundesamt für Verfassungsschutz und an das Bundeskriminalamt gesandt und eine Offenlegung der über den Verband gespeicherten möglichen Daten erbeten.

Auch werden wir uns vorbehalten, gegebenenfalls rechtliche Schritte gegen die Autoren einzuleiten.

 

Wir werden uns auch künftig gegen Verunglimpfungen und Lügen zur Wehr setzen und erwarten bei einer anstehenden Rüge gegenüber dem Redakteur Herrn Tiede eine öffentliche Gegendarstellung.

 

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