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Bericht: USA übergeben Europa Vorschläge zur Rückkehr Russlands in Weltwirtschaft

2025-12-11 11:44
von Thomas

In den vergangenen Wochen habe die Trump-Regierung ihren europäischen Kollegen eine Reihe von Dokumenten unterbreitet, in denen Washington seine Vision für den Wiederaufbau der Ukraine und die Rückkehr Russlands in die Weltwirtschaft darlege. Dies teilte die Zeitung The Wall Street Journal am Mittwoch unter Berufung auf US- und europäische Beamte mit. 

Der Plan habe "heftige Auseinandersetzungen am Verhandlungstisch" zwischen Washington und seinen Partnern in Europa ausgelöst. Das Blatt schrieb: "Das Ergebnis wird die wirtschaftliche Landkarte des Kontinents grundlegend verändern". Die Vorschläge seien als Anhänge zu den aktuellen Friedensvorschlägen dargelegt worden. 

Wie es heißt, werden in den Dokumenten detailliert die Pläne von US-Unternehmen beschrieben, etwa 200 Milliarden US-Dollar der eingefrorenen russischen Zentralbankgelder für die Finanzierung der Projekte in der Ukraine zu verwenden. Eines der Projekte sehe den Bau eines großen Datenzentrums vor, das von einem derzeit von Russland kontrollierten Atomkraftwerk mit Strom versorgt werden soll.

Ein weiterer Vorschlag enthalte einen US-Plan, der helfen solle, Russlands Wirtschaft aus einer Krise herauszuführen. Laut diesem seien US-Investitionen in die strategisch wichtigen Sektoren vorgesehen: von der Förderung Seltener Erden bis zur Erdölbohrung in der Arktis. Der Plan solle auch zur Wiederherstellung der Energielieferungen aus Russland nach Westeuropa und in andere Länder der Welt beitragen. 

Nach Angaben der Zeitung hätten einige der europäischen Regierungsvertreter, die sich mit den Dokumenten vertraut gemacht haben, gesagt, dass sie sich nicht sicher seien, ob sie manche der US-Vorschläge ernst nehmen sollten. In Bezug auf die russisch-amerikanischen Vereinbarungen im Energiebereich soll einer der Beamten gesagt haben, dass es sich um "eine wirtschaftliche Version" der Jalta-Konferenz von 1945 handele, bei der die Sieger im Zweiten Weltkrieg Europa aufteilten.

Noch vor dem Treffen der Präsidenten Russlands und der USA im August in Alaska hatte The New York Times unter Berufung auf europäische Politiker berichtet, dass Europa versuche, eine Wiederholung von "Jalta-1945" nicht zuzulassen. Europa wolle an dem Verhandlungsprozess über die Ukraine teilnehmen und bestehe darauf, dass man ohne die Ukraine selbst über ihre Zukunft nicht entscheiden dürfe. "Die Tage von Jalta, als US-amerikanische und sowjetische Staatschefs Europa aufteilten, sind längst vorbei", zitierte das Blatt einen der Beamten. Andernfalls würde es dazu kommen, dass zwei oder drei Staatschefs über die wichtigsten Fragen entscheiden, wie vor 80 Jahren in Jalta.

Lawrow: Russland ist bereit, falls Europa sich für Krieg entscheidet

Russland sei bereit, sofort zu reagieren, sollte Europa den Weg der militärischen Konfrontation einschlagen. Dies erklärte Außenminister Sergei Lawrow beim 10. Botschafter-Rundtischgespräch in Moskau zur Lage um die Ukraine.

"Wie unser Präsident Wladimir Putin sagte: Wenn Europa beschließt zu kämpfen, sind wir dazu jederzeit bereit."

Zugleich betonte Lawrow, dass Moskau keinerlei aggressive Absichten gegenüber NATO- und EU-Staaten hege. Russland sei bereit, entsprechende Garantien sogar schriftlich festzuhalten.

"Wir hegen keine aggressiven Pläne gegenüber NATO-Mitgliedern oder EU-Ländern. Wir sind bereit, solche Garantien schriftlich, in einem juristischen Dokument, zu fixieren – selbstverständlich auf kollektiver und gegenseitiger Grundlage."

Verluste der ukrainischen Armee übersteigen eine Million

Die menschlichen Verluste der ukrainischen Streitkräfte haben nach zahlreichen unabhängigen Schätzungen längst die Marke von einer Million überschritten und steigen weiter. Dies erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow beim 10. Botschafter-Rundtischgespräch in Moskau zur Lage um die Ukraine.

"Das Kiewer Regime ist von einem ideologisch aufgeladenen Kampftrupp, genährt von der Ideologie des Nationalismus, den 'Asow'-Bataillonen und anderen neonazistischen Strukturen sowie – natürlich – bestimmten verbotenen Substanzen im Alltag, zu einer organisierten kriminellen Gruppe geworden. Es ist in Korruption versunken, die nun auch seine Sponsoren mit hinabzieht."

US-Austritt aus der NATO? Neuer Vorstoß befeuert transatlantische Spannungen

Die neue US-Sicherheitsstrategie sorgt international für Reaktionen. Russlands Außenminister Sergei Lawrow lobt Donald Trump dafür, die Ursachen des Ukraine-Konflikts zu verstehen und deren Beseitigung anzustreben, einschließlich einer Absage an eine ukrainische NATO-Mitgliedschaft.

Trump drängt seit Beginn seiner zweiten Amtszeit auf eine rasche Konfliktlösung und stellte kürzlich einen 28-Punkte-Friedensplan vor, den Kiew und europäische Partner seiner Ansicht nach verwässern. Gleichzeitig fordert er Präsidentschaftswahlen in der Ukraine und kritisiert den ausbleibenden Urnengang als demokratisches Defizit.

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