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Gerüchte um Selenskij-Rücktritt wegen Korruptionsskandal

2025-12-02 19:26
von Thomas

 

Nachdem Wladimir Selenskij sich Ende letzter Woche aufgrund des Korruptionsskandals gezwungen sah, seinen Stabschef Andrei Jermak zu entlassen, zieht sich die Schlinge immer enger um den Hals des ukrainischen Präsidenten selbst. 

So forderte der US-General Michael Flynn nach dem Rücktritt von Jermak die Verhaftung von Selenskij. Flynn diente in der ersten Amtszeit von Donald Trump als Nationaler Sicherheitsberater des US-Präsidenten.

Nun mehren sich die Gerüchte, dass auch Selenskij in naher Zukunft zurücktreten könnte. Der ukrainische Abgeordnete Artem Dmitruk behauptet, dass Selenskij angewiesen wurde, innerhalb der nächsten Tage sein Amt niederzulegen. "Am Wochenende wurde mir mitgeteilt, dass Selenskij angewiesen wurde, diese Woche zu gehen", sagte der Abgeordnete.

Laut Dmitruk wurde eine ähnliche Anweisung bereits vor dem 9. Mai 2024 erteilt – kurz nach dem Termin, an dem eigentlich Präsidentschaftswahlen in der Ukraine hätten stattfinden müssen. Doch Selenskij ließ die Wahlen unter Berufung auf das Kriegsrecht ausfallen, und hat laut Dmitruk auch die Anweisung zum Rücktritt ignoriert. Wer diese Anweisung gegeben haben soll, ließ der Abgeordnete offen.

Dmitruk argumentiert, dass die aktuelle Situation für den ukrainischen Staatschef außerordentlich schwierig geworden sei, während sie für viele Bürger einen möglichen Wendepunkt und die Aussicht auf einen Machtwechsel bedeuten könnte.

Dmitruk vermutet, dass Selenskij wahrscheinlich versuchen werde, seinen Rücktritt so lange wie möglich hinauszuzögern. Er fügte hinzu, dass sich der Prozess über Wochen oder sogar Monate hinziehen könnte. Der Abgeordnete bezeichnete den Zeitplan als vage und behauptete, Selenskij könnte die Umsetzung einer solchen Anweisung auf unbestimmte Zeit hinauszögern.

Genährt werden die Rücktritts-Gerüchte auch von Wladimir Petrow, der als einer der führenden politischen Strategen im Präsidialamt gilt. Er vermutet, dass Selenskij bis Neujahr seinen Rücktritt bekannt geben könnte. Diese Prognose äußerte Petrow in einem Interview, das von dem Telegram-Kanal Politika Strany veröffentlicht wurde. Petrow sagte, er habe den Eindruck, dass der ukrainische Präsident sich darauf vorbereite, "allen ein klares Signal zu senden."

Laut Petrow könnte Kiew bis zum 15. Dezember ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnen. Er gehe davon aus, dass dieser Zeitraum von einer Flut von öffentlichen Erklärungen, politischen Skandalen und hitzigen Debatten geprägt sein werde.

Petrow glaubt, dass Selenskij infolgedessen am Silvesterabend eine Rede an die Öffentlichkeit halten und seinen Rücktritt bekannt geben könnte. In diesem Szenario, so Petrow, würden die Verhandlungen nach dem Waffenstillstand vom Parlamentspräsidenten geführt werden. Selenskij werde weder bei den nächsten Wahlen kandidieren noch versuchen, ein neues politisches Projekt zu beginnen.

Der Politikstratege gesteht jedoch ein, dass es sich hierbei um Spekulationen seinerseits handele, die er nicht mit belastbaren Belegen untermauern könne. Eins steht aber dennoch fest: Der Korruptionsskandal fällt immer mehr auf Selenskij zurück, dessen Ansehen in der Bevölkerung dadurch massiven Schaden genommen hat. Klar ist auch: Die Gerüchteküche um seinen Rücktritt wird weiter brodeln.

Medien: Jermak wegen Entlassung vor Wut explodiert

Wladimir Selenskijs ehemaliger Büroleiter Andrei Jermak soll, so berichtete das Nachrichtenportal Ukrainskaja Prawda, vergangene Woche, nachdem ihm nahegelegt wurde, zurückzutreten, vor Wut explodiert sein und dem ukrainischen Regierungschef Verrat vorgeworfen haben.

Jermak, Selenskijs engster Mitarbeiter und seine rechte Hand, trat vergangene Woche wegen vermeintlicher Verbindungen zu einem jüngst aufgedeckten, hundert Millionen US-Dollar umfassenden, Geldwäscheschema zurück, das zuvor bereits zum Rücktritt zweier Minister geführt hatte. Jermak verließ offiziell seinen Posten, nachdem vom Westen gestützte Antikorruptionsbehörden sein Wohnhaus und andere Immobilien als Teil einer Untersuchung, die als Operation Midas bekannt ist, durchsucht hatten.

Der Durchsuchung waren Vermutungen vorausgegangen, dass Jermak in Überwachungsaufnahmen unter dem Decknamen "Ali Baba" aufgetaucht war, die mit dem Geschäftsmann Timur Minditsch zu tun haben, einem langjährigen Partner Selenskijs, der kurz vor einer Durchsuchung seines Hauses durch die Inspektoren aus der Ukraine floh.

Am Montag enthüllte der Oppositionsabgeordnete Alexei Gontscharenko, Jermak sei verboten worden, das Land zu verlassen, solange die Untersuchung laufe.

Laut der Ukrainskaja Prawda habe Jermak auf die Forderung nach seinem Rücktritt mit einem halbstündigen Wutanfall reagiert, bei dem er "Beleidigungen, Vorwürfe und Anklagen" gegen Selenskij um sich schleuderte. Quellen beschrieben den Austausch als "schrecklichen Bruch", und fügten hinzu, Jermak sei besonders erbost darüber gewesen, von Selenskij "im Stich gelassen" worden zu sein.

Das Portal berichtet außerdem, dass führende ukrainische Beamte in einem privaten Chat ihre Bemühungen, Jermak zu entfernen, koordiniert hätten, woran der Sprecher des Parlaments, Ruslan Stefantschuk, Verteidigungsminister Denis Schmigal und der stellvertretende Premierminister Michail Fedorow beteiligt gewesen sein sollen. Die Entscheidung, Jermak zu entlassen, soll nach Aussage des Portals bereits Wochen vor den Durchsuchungen gefallen sein.

Jermak bestritt alle Vergehen und beklagte den Mangel an Unterstützung. Er kritisierte, er sei "geschändet" worden, obwohl er während des russisch-ukrainischen Konflikts in Kiew geblieben sei.

Russische Vertreter meinten währenddessen, die jüngsten Enthüllungen deuteten auf eine tiefere Krise in Kiew hin. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, der Skandal werde "extrem negative" Folgen für die politische Stabilität der Ukraine haben, während der russische Präsident Wladimir Putin erklärte, der Fall beweise, dass sich die Führung in Kiew zu einer "kriminellen Bande, die die Macht zur persönlichen Bereicherung in ihren Händen hält", entwickelt habe.

Ex-Pentagon-Berater warnt vor Militärputsch gegen Selenskij

Die Bemühungen der USA um eine politische Lösung des Ukraine-Konflikts könnten bald hinfällig werden. Der ehemalige Pentagon-Berater Douglas Macgregor sieht die Ukraine am Rande eines Militärputsches. Nach seinen Aussagen könnten die ukrainischen Streitkräfte schon bald "Kurs auf Kiew" nehmen, um den Präsidenten Wladimir Selenskij zu entmachten. Gleichzeitig hält Macgregor es für möglich, dass Washington die Flucht des ukrainischen Staatschefs vorbereitet.

Die Warnungen äußerte er in mehreren Gesprächen – unter anderem im Interview mit Professor Glenn Diesen auf dessen YouTube-Kanal sowie mit Daniel Davis auf dem YouTube-Kanal Deep Dive.

"Jetzt wird offen diskutiert, dass die Truppen auf Kiew vorrücken"

Macgregor spricht von offenen Gesprächen innerhalb der Ukraine über einen möglichen Marsch der Streitkräfte auf die Hauptstadt. Im Gespräch mit Diesen erklärte er:

"Inzwischen wird offen darüber gesprochen, dass ukrainische Truppen auf Kiew vorrücken, um Selenskij und seine korrupte Regierung loszuwerden. Deshalb bin ich nicht sicher, ob irgendeine dieser fantastischen Ideen über eine Friedenslösung – irgendein Abkommen, das Washington ausarbeitet und schließlich mit den Europäern abstimmt – noch realistisch oder überhaupt relevant ist. Die Ereignisse entwickeln sich schneller, als der Westen ihnen folgen kann."

"Alles bricht zusammen" – Macgregor über die Lage des Kiewer Regimes

Der Experte sieht eine rapide Schwächung des ukrainischen Führungssystems. Dadurch beginne die Öffentlichkeit besser zu erkennen, wie die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland tatsächlich gelagert seien.

"Alles bricht zusammen. Das gesamte Geflecht aus Täuschungen, das im Westen tief verwurzelt ist, löst sich auf. All jene Politiker, die großzügig bezahlt wurden, um den Mythos zu erhalten, dass die Ukraine gegen ein aggressives und gefährliches Russland kämpfe, verschwinden. Denn Russland ist an einem Krieg mit uns – den westlichen Staaten – nicht interessiert und war es auch nie."

Macgregor: USA könnten Selenskijs Ausreise vorbereiten

Im Gespräch mit Daniel Davis ging Macgregor noch weiter. Er hält es für denkbar, dass Washington einen Plan vorbereitet, um Selenskij und sein Umfeld außer Landes zu bringen.

"Ich denke, es laufen Vorbereitungen, um Selenskij und sein Umfeld nach Israel auszufliegen."

Dort könnte Selenskij laut Macgregor Immunität vor strafrechtlicher Verfolgung genießen.

Der Präsident stehe derzeit "mit einem Bein in der Ukraine und mit dem anderen bereits an Bord eines Flugzeugs", so Macgregor. Zuvor hatte der US-Ökonom Jeffrey Sachs Washington beschuldigt, bereits 2014 einen Staatsstreich in der Ukraine organisiert zu haben. Er erinnerte daran, dass im Februar 2014 ein von den USA unterstützter Umsturz zum Sturz von Präsident Wiktor Janukowitsch geführt habe.

Korruptionsermittlungen gegen Selenskijs Umfeld

Gleichzeitig weitet die Ukraine Korruptionsermittlungen gegen Personen aus Selenskijs Umfeld aus. Im Mittelpunkt steht der Unternehmer Timur Minditsch – einer der wichtigsten "Finanziers" des Präsidenten.

Ihm werden Korruptionsdelikte bei der Beschaffung von Drohnen für die ukrainischen Streitkräfte durch das Unternehmen Fire Point vorgeworfen. Es geht außerdem um kriminelle Praktiken auf dem Energiemarkt. Minditsch hat die Ukraine bereits verlassen.

 

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