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US-Kriegsminister: Militär bereit für einen Einsatz gegen Iran

2026-01-30 18:05
von Thomas

 

US-Kriegsminister Pete Hegseth hat erklärt, das Militär sei vollumfänglich bereit, die Anweisungen von Präsident Donald Trump in Bezug auf Iran umzusetzen, während eine Marineflotte auf die Region zusteuert.

In einer Kabinettssitzung am Donnerstag warnte Hegseth Iran davor, Atomwaffen anzustreben. Teheran wiederum bestreitet, Atomwaffen anzustreben.

"Wir werden bereit sein, alles umzusetzen, was dieser Präsident vom Kriegsministerium erwartet", sagte Hegseth.

Der Verteidigungsminister bezeichnete die jüngste US-Operation zur Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als Demonstration von Leistungsfähigkeit und Entschlossenheit:

"Das sendet ein klares Signal an alle Hauptstädte der Welt: Wenn Präsident Trump spricht, meint er es ernst."

Trump bezeichnete den Marineeinsatz im Nahen Osten als "massive" und "prächtige Armada", angeführt vom Flugzeugträger USS Abraham Lincoln. Berichten zufolge ist sie größer als die Flotte, die nach Venezuela entsandt wurde. Mehrere Lenkwaffenzerstörer wurden im Suezkanal und in der Nähe der Straße von Hormus gesichtet, während laut Schiffs- und Flugverfolgungsdaten auch Aufklärungsflugzeuge in dem Gebiet operieren.

"Wir haben derzeit viele sehr große und sehr schlagkräftige Schiffe auf dem Weg in den Iran, und es wäre großartig, wenn wir sie nicht einsetzen müssten", sagte Donald Trump am Donnerstag vor Reportern.

Trotz der militärischen Machtdemonstration erklärte Trump, er plane Gespräche mit der iranischen Führung. Er nannte zwei Forderungen an Teheran:

"Erstens: Kein Atomprogramm. Und zweitens: Stoppt die Tötung von Demonstranten."

Die US-Militärplanung scheint aktiv zu sein. Medienberichten zufolge, die sich auf vertraute Quellen berufen, erwägt Trump verschiedene Optionen, von Angriffen auf iranische Sicherheitskräfte und Nuklearanlagen bis hin zu gezielten Angriffen auf Regierungsbeamte – mit dem Ziel, die regierungsfeindlichen Proteste neu zu entfachen.

US-Außenminister Marco Rubio erklärte diese Woche vor dem Senat, Iran könne "präventiv" angegriffen werden, falls er eine Bedrohung für US-amerikanische oder verbündete Truppen wahrnehme. Rubio bezeichnete die Islamische Republik als "schwächer denn je", warnte aber, ein Regimewechsel werde komplexer sein als in Venezuela.

Iran zeigt sich indes entschlossen, nicht klein beizugeben. Ein stellvertretender Außenminister erklärte, das Land sei "zu 200 Prozent bereit, sich zu verteidigen" und warnte, jeder US-Angriff werde eine "angemessene, nicht verhältnismäßige" Antwort nach sich ziehen, die möglicherweise amerikanische Stützpunkte in der Region treffen werde. Die iranische UN-Mission erklärte, sie sei "dialogbereit", werde aber im Falle eines Angriffs "wie nie zuvor reagieren."

In seiner ersten Amtszeit hatte Donald Trump im Jahr 2018 das Atomabkommen mit Iran einseitig aufgekündigt, dass die Entwicklung von Atomwaffen durch Teheran verhindern sollte und 2016 in Kraft getreten war. Das Abkommen war nach jahrelangen Verhandlungen von den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien, der EU und Iran im Juli 2015 unterzeichnet worden.

Rubio: Die USA könnten Iran "präventiv" angreifen

Die USA könnten Iran "präventiv" angreifen, sagte US-Außenminister Marco Rubio, gestand aber ein, dass jeder Versuch eines Regimewechsels sich als schwierig erweisen werde.

Auch US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen Teheran verstärkt, nachdem wirtschaftliche Schwierigkeiten durch einen massiven Wertverlust des iranischen Rial erst zu Protesten, dann zu gewaltsamen Unruhen geführt hatten. Die iranischen Behörden sprechen von mehr als 3.000 Todesopfern, alternative Zählungen setzen diese Zahl noch höher an. Die Unruhen endeten erst, als die Hauptkommunikationsquelle, Starlink, abgeschaltet wurde. Teheran warf den USA und Israel vor, die Gewalt verursacht zu haben.

Trump hatte Demonstranten offen ermutigt, geschrieben, "Hilfe ist unterwegs", und erklärt, eine "große Armada" sei auf dem Weg, als zusätzliches US-Militärmaterial – einschließlich einer Flugzeugträgergruppe – in den Nahen Osten geschickt wurde.

Bei seinem Auftritt vor dem außenpolitischen Ausschuss des US-Senats sagte Rubio am Mittwoch, es sei "weise und klug", eine US-Militärpräsenz in der Region zu halten. Diese Truppen "können antworten und möglicherweise … präventiv den Angriff gegen Tausende amerikanischer Soldaten und andere Einrichtungen in der Region verhindern", sagte er und fügte hinzu: "Ich hoffe, dass es dazu nicht kommt."

Rubio beschrieb Iran als "schwächer denn je", aber warnte, Teheran habe "Tausende und Abertausende" weitreichender ballistischer Raketen aufgehäuft. Er gestand zudem ein, jede Aussicht auf einen Regimewechsel sei "komplexer" als in Venezuela, wo die USA Anfang des Monats Präsident Nicolás Maduro entführt hatten.

CNN berichtete am Donnerstag, Trump erwäge einen neuen, größeren Militärschlag gegen Iran. Die Quellen des Senders behaupteten, unter den Optionen, die in Betracht gezogen würden, seien Angriffe auf iranische Führungsmitglieder, die die USA für Todesfälle bei den Protesten verantwortlich glauben, wie auch Angriffe auf Atomanlagen und Regierungseinrichtungen.

Der Bericht wies darauf hin, dass die iranischen Atom- und die ballistischen Raketenprogramme Washingtons Hauptsorgen bleiben. Laut CNN hätten US-Vertreter, während beide Seiten sich im Gespräch befanden, Vorbedingungen für ein persönliches Treffen gestellt, darunter eine dauerhafte Beendigung der Urananreicherung, Einschnitte beim Programm für ballistische Raketen und eine Beendigung der Unterstützung iranischer Verbündeter in der Region.

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