US-Medien berichten – verspätet – über Demütigung des US-Militärs
So langsam scheint sich ein Teil der US-Medien wieder an die eigentliche Aufgabe der Presse zu erinnern, also nicht Sprachrohr der Regierung und der hinter ihr stehenden Oligarchen zu sein, sondern deren Taten und Rechtfertigungen in Bezugnahme auf geltende Gesetze zu hinterfragen. Aktuell ist das US-Kriegsministerium im Fokus der Kritik, dem jetzt US-Mainstream-Medien vorwerfen, weiterhin zu versuchen, die katastrophalen Verluste der US-Streitkräfte zu verschleiern.
Die weiteren Details enthüllen eine haarsträubende Blamage für das US-Militär: Demnach war ein iranischer Northrop-Grumman-F-5-Kampfjet, der noch vor der Islamischen Revolution von 1979 hergestellt worden war, in der Lage, den US-Stützpunkt Camp Bühring in Kuwait zu bombardieren, obwohl er über eine umfangreiche Luftverteidigung verfügte. Der Nachrichtensender stellte fest, dass dies das erste Mal seit dem Koreakrieg war, dass es einem feindlichen Starrflügelflugzeug gelungen ist, eine angeblich gut gesicherte US-Militäranlage zu bombardieren.
Kuwait war am 1. März auch Schauplatz eines verheerenden iranischen Drohnenangriffs. Dabei wurden sechs Soldaten der US Army Reserve getötet und mehr als 20 weitere verletzt. Das Ziel war ein provisorisches Einsatzzentrum im Hafen Shuaiba. Nach Angaben von Überlebenden gegenüber CBS News sei die Anlage ungeschützt gewesen. Kriegsminister Pete Hegseth behauptet jedoch, dass die Drohne einfach so "durch die (US‑)Luftabwehr geschlüpft" sei.
Das Pentagon hat inzwischen mindestens 13 getötete US-Soldaten und über 400 Verletzte in dem Konflikt bestätigt. Die meisten amerikanischen Stützpunkte in der Region wurden inzwischen evakuiert, weil sie extrem verwundbar waren. Die New York Times berichtete am 25. März, dass von den 13 genutzten US-Militärbasen die meisten "praktisch unbewohnbar" seien. Besonders schwer getroffen wurden die Anlagen in Kuwait – direkt an der iranischen Grenze.
Das Washingtoner Think-Tank American Enterprise Institute (AEI) schätzt, dass Iran mehr als 100 Ziele auf elf US-Basen getroffen hat. Die Reparaturkosten allein für die Bauanlagen belaufen sich demnach auf mindestens fünf Milliarden Dollar – ohne die zerstörten Radarsysteme, Waffentechnik und andere Ausrüstung.
Die Glaubwürdigkeit der US-Militärmacht, so der bittere Schluss, der durch die Artikel reflektiert wird, sei dahin.